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Das Ziel - überleben        "Fachgebiete" der DDR      Segelflugerlebnisse
"Das Ziel - überleben. Sechs Jahre hinter Stacheldraht "


Über die 6 Jahre, die ich in russischer Kriegsgefangenschaft verbrachte, habe ich rund 50 Jahre nach den Ereignissen ein Buch geschrieben. Der Verlagslektor verfasste folgende sehr gute Zusammenfassung:

Der Autor (Jahrgang 1923) - Sohn eines Lehrers mit rechtskonservativer Einstellung - wurde preussisch-soldatisch erzogen, absolvierte vier Schuljahre in der NAPOLA Naumburg, wurde aber mangels ausreichender schulischer Leistungen gefeuert. Die anfänglichen Erfolge Hitlers, die Grundstimmung im Elternhaus und die Verwirklichung des Kindertraumes Fliegen waren der Nährboden für eine bedingungslose Führergläubigkeit. Mit dem Reifezeugnis in der Tasche 1941 zur Ausbildung als Bordfunker. Nach Abschluß der Ausbildung 1942 Bordfunk-Hilfslehrer und Offiziersanwärter. Vor der Beförderung zum Leutnant mußte eine Frontbewährung abgeleistet werden.

Die mit Begeisterung angetretene Reise zur Ostfront, erste nicht minder begeistert durchgemachte Kampfeinsätze und der Abschuß bei Nacht über dem Kaspischen Meer sind Gegenstand des ersten Kapitels dieses Buches.

Nur mit viel Glück wird die Gefangennahme lebend überstanden, und damit beginnt ein sechsjähriger Lebensabschnitt, der den Autor zutiefst geprägt hat. Details aus dem Alltagsleben Gefangener im sowjetischen Gewahrsam, Absturz bis an die untere Grenze der Lebensfähigkeit in einem Stalingrader Lager, Rettung durch Arbeitsbefreiung und bessere Ernährung der Kranken und Arbeitsunfähigen werden in einem lockeren Stil - manchmal mit bitterem Humor - beschrieben, der nur durch den zeitlichen Abstand vom Geschehen erklärbar ist.

Die Wandlung zum Hitlergegner, der Weg durch eine kommunistische Indoktrination auf der zentralen Antifaschule (Lager 165) und der Durchbruch zum kritischen politischen Denken sind Gegenstand eines "roten Fadens" der sich durch die folgenden Kapitel zieht.